284 - 305: Der Besuch im Textilhafen

Sonntag 11.10.: Die Boxen kommen wieder


Eine Freundin aus München hat mir zwei Boxen voller Sachen mitgebracht, die sie nicht mehr braucht und so kann ich mit meinen Box-Test fortzufahren. Es ist schon lustig, was für Sachen sich zu mir verirren. Hier die Top 5 aus Box Nr. 27. Na, will jemand etwas davon haben?

Donnerstag 15.10.: Meine erste UNOWN Bestellung


Thekla hatte mir im Interview von UNOWN erzählt, also habe ich mir ein paar Tage später eine Bluse und ein paar Ohringe gemietet (Oh ja, hatte ich 'neue' Ohringe nötig!). Ich hab mich sehr gefreut, als sie zwei Tage später in einer RePack Verpackung eintrafen. Bei der Bluse fehlte aber leider ein Knopf. Als ich mich beim Kunden-Service meldete, entschuldigten sie sich und boten mir gleich einen Austausch oder eine Stonierung an. Da mich der fehlende Knopf für den Monat aber nicht so krass stört, erhielt ich dann einen Gutschein. Fand ich sehr nett.


Freitag 15.10.: Noch ein Besuch bei einen VinoKilo Kilo-Sale


VinoKilo hatte in Berlin an diesem Wochenende einen Flash Sale veranstaltet: jedes Kilo 25 Euro. Die Halle am Alex war ca. ein halbes Fussballfeld groß und ich habe mich trotz Corona sehr sicher gefühlt. Die Ständer standen weit auseinander und es gab kein Gedränge. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo die Sachen denn jetzt nun eigentlich herkommen. Ein Großteil zumindest ist aus den USA, das kann man leicht an den ganzen College-Sweatshirts erkennen. Da findet man tatsächlich aus jedem Staat der USA mindestens einen. Daneben hat erstmal ein Seconhand Möbel Store aufgemacht. Die sind dauerhaft dort, falls jemand etwas Schönes sucht.




Samstag 17.10.: Der Besuch im Textilhafen


Am Samstag traf ich mich mit Michael von MOOT im Textilhafen in Berlin. Hier werden die Kleiderspenden von der Stadtmission in Berlin sortiert. Hier kommt wirklich eine Menge an, leider aber auch vor allem Sachen, die man für die Obdachlosen nicht nutzen kann. So überlegt sich das Team, wie es aus den Sachen, die sie nicht brauchen, Mittel generieren kann, damit das, was gebraucht wird (wie Schlafsäcke), gekauft werden kann.


Was mich aber erschreckt hat, war nicht die Menge die da ankommt, sondern was da ankommt. Mir kommt es vor, als würden die Menschen immer häufiger Spenden und Entsorgen verwechseln. Zum Beispiel diese Schuhe unten. Jemand hat in die Kleidercontainer der Stadtmission ca 35 Paar Kinderschuhe geworfen. Für die Obdachlosen sind sie zu klein, also wollte die Stadtmission jemanden finden, der sie gebrauchen kann, aber die Qualität der Schuhe ist soooo schlecht, dass selbst Kinderheime und Flüchtlingsheime sie ablehnen. Ich konnte das erst gar nicht glauben, aber als ich den Schuh mir genauer ansah (und ich habe ja etwas Erfahrung mit Schuhen), hab ich das auch verstanden. Diese Schuhe sind ein typisches Beispiel an Produkten, die nie produziert hätten werden sollen. Diese Produktion war absolute Resourcenverschwendung, Material, Arbeitszeit und Emissionen, die in diese Produkte geflossen sind, hätten so viel besser und sinnhafter eingesetzt werden können. Die Schuhe haben sich nichtmal wie Schuhe angefühlt: kein Fussbett, keine Flexibilität, keine Fersenpolsterung und ein Geruch, der mich auf Anhieb Mitleid mit den armen FabrikarbeiterInnen haben lies.

Solche Produkte machen mich wirklich wütend.




Sonntag 4.10.: Der Besuch im Pott


Da ich dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren konnte, besuchte ich wieder meine Schwester im Pott. Diesmal wollte ich aber auch den ein oder anderen Seconhand Store mit ihr erkunden. Die ,die ich besucht habe, habe ich hier für euch zusammengeschriebe (Mühlheim und Essen).

Auf meiner Suche habe ich dann am Ende eine Jacke, eine Handtasche und einen Hut erstanden. Der Winter kann kommen.




Ansonsten ist wohl eine kostenfreie Entsorgung unserer Textilien bald passé. Egal in welche Stadt ich gehe, ich sehe Kleider auf der Straße liegen, obwohl Deutschland weltweit eins der besten Systeme zur Altkleider-Entsorgung hat. Ca. 70% aller verkaufter Kleidung wird auch wieder in irgendeiner Form eingesammelt und landet nicht im Haushaltsmüll. Ab 2025 ist die getrennte Sammlung von Alttextilien in der EU sogar gesetzlich verpflichtend, das heißt, dass jeder Mitgliedstaat für die KonsumentInnen die Möglichkeit schaffen muss, Alttextilien gesondert abzugeben. Dazu schreibe ich bald mal einen eigenen Artikel .





Mittwoch 28.10.: Erste Berührungspunkte mit dem Fernsehen


An diesem Mittwoch durfte ich das erste mal vor die Kamera, also so richtig. Und was soll ich sagen? Es wird nicht meine Lieblingsbeschäftigung werden:) Die von euch, die mich persönlich kennen, wissen ja, dass ich eher kritisch und nicht so ein happy Sunschein bin. Wie das vor der Kamera wirkt, kann ich wirklich nicht absehen. Aber ja, ich werde demnächst in einem Bericht auftauchen, der auch ausgestrahlt wird! Und mit dem Team durfte ich auch Eike im rack'n white charity club besuchen.



Soviel zu diesem Wochenbericht. Es bleibt also auch die letzten Monate weiterhin spannend. UND in der nächsten Woche gebe ich auch bekannt, was meine Überraschung für euch zum Ende des Jahres und meines Projektes sein wird.



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