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Der große Jahresrückblick zum Blog


In dem letzten Jahr habe ich in den Blogposts 1/3, Halbzeit und 3/4 etappenweise berichtet, wie es mir mit dem Projekt ergangen ist. Dieser Artikel ist der letzte in dieser Reihe.

Kurz gesagt, meine Arbeit am Blog und der Verzicht auf Neuwaren würde ich so beschreiben:


Better done than perfekt.

Da ich mit dem Blog nichts verdiene (dazu hatte ich im Februar schon ein Statement geschrieben), bin ich von Aufträgen als Beraterin abhängig. Anfang des Jahres hatte ich mir Zeit für den Blog freigehalten und konnte so viel Arbeit in ihn investieren. Das führte allerdings dazu, dass ich mir eine hohe Geschwindigkeit bei meinen Posts angewöhnt hatte, die mich im Früh-Sommer, als ich wieder mehre Aufträge wieder reinkamen, ins Straucheln brachte. Zwar habe ich es geschafft bis zum zum Schluss die Frequenz der Blogeinträge beizubehalten, aber es war streckenweise ein wahrer Kraftakt, der mir auch persönlich einiges abverlangte.


Die Secondhand Industrie spuckte dieses Jahr im Wochentakt neue Konzepte aus, über die ich natürlich berichten wollte. Außerdem lernte ich unzählige inspirierende Leute aus der Industrie kennen mit denen ich Interviews machen wollte. Damit hatte ich am Anfang dieses Jahres nicht so gerechnet.



Ein Bild aller, mit denen ich Interviews dieses Jahr führen durfte

Mein Ziel war es, die besten 'Alternativen zu Neuware' in Deutschland zu finden, dazu guten Content zu schaffen und dadurch Aufklärung zum Thema Secondhand zu betreiben. Im Herbst realisierte ich, dass ich zuviele Projekte gestartet hatte aber nicht mehr fähig war, den Kurs zu ändern.


Ich wurde zunehmender gereizter wenn es Feedback zu meinem Blog gab. Und alles ging in die gleiche Richtung:

"Bitte kürzer schreiben. Bitte klarer schreiben. Deine Texte sind etwas verwirrend. Man schreibst du viele Schachtelsätze! Nimm dir etwas länger Zeit für die einzelnen Artikel. Setz nicht jede Idee die du hast um. Wieso machst du so viele Tippfehler in deinen Texten. .....Doris konzentrier dich mehr beim Schreiben!"


Das Schreiben, schon immer ein heikles Thema für mich


Schon als Kind habe ich so geschrieben, wie ich heute schreibe. Etwas wirr, viele Kommas, lange Schachtelsätzte. Unstrukturiert. Das war mir in der Uni und in der Arbeitswelt auch geblieben und das habe ich jetzt mit in den Blog genommen.

Das Feedback zum Blog hat mich wirklich an die Grenzen gehen lassen, obwohl ich mir dessen von Anfang an bewusst war. Schon am Anfang dieses Jahres hatte ich einen Artikel darüber geschrieben, wie ich alles alleine mache, aber nichts davon gelernt habe. Damals habe ich es Schwächen genannt.

Während ich in diesem Jahr viele Skills, wie Graphikdesign sichtlich verbessert habe, tat es meine Art zu schreiben leider nicht wie ich es erhofft habe.


Diesen Punkt habe ich vor allen anderen mit in die Entscheidung fließen lassen, wie es mit dem Blog weiter geht.


Und was ist aus all den Nebenprojekten geworden, zu denen ich nicht nein sagen konnte?


Der Film


Obwohl die Startnext Kampagne nicht erfolgreich war, habe ich den Film umgesetzt. Er wird am 31.12.2020 wie geplant zum Jahres & Projektende veröffentlicht. Und er beinhaltet vier gute Vorsätze oder Leitlinien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Konsum. den Film findet ihr hier. Wenn er euch gefällt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr ihn teilt.


Die Secondhand Map


Statt wie geplant einen Secondhand Map von Berlin zu machen, habe ich mit der Region begonnen, in der ich aufgewachsen bin und in der ich studiert habe: Nürnberg, Fürth & Erlangen. Sie geht in den Druck, sobald der Lockdown endet. Ich freu mich sehr, hier in eine Auflage von 10.000 zu gehen in Cooperation mit LaCola Seconhand Stores und der Secondhandguide.org.


Das Buch


Ja, wer das oben gelesen hat, wundert sich bestimmt, wieso ich auf die Idee komme ein Buch zu schreiben. Ich habe in dem Jahr, ein ganz tolles Skript erarbeitet, das ich unbedingt verwirklichen möchte. Die ersten Kapitel sind schon geschrieben, die Bewerbungmappe für die Verlage ist in Arbeit. Bewusst möchte ich mich damit aber nicht unter Zeitdruck setzten. Das Buch ist ein Herzensprojekt, und ich will mit Zeit dafür nehmen.


Der Box-Test


Ich habe 37 Boxen von euch in diesem Jahr bekommen bzw. euch abgekauft. Darin habe ich viele schöne aber auch nicht so schöne Dinge gefunden. Die letzten Monate habe ich sortiert und sortiert. Dabei waren auch Dinge, die nie gekauft hätten werden sollen. Was ich mit den schönsten Sachen mache, sag ich euch aber erst 2021.


Das Geheimprojket, über das ich bisher aber nicht geschrieben habe, ist eine Ableitung dieses Tests.

Und heute ist es Zeit das Geheimnis zu lüften. Was mich in den letzten 4 Monate viel Zeit gekostet hat, war die Entwicklung einer Web-App zum automatischen Ankauf von Boxen und Einzelartikeln.

Aber mehr erfahrt ihr erst 2021. Denn da kommt noch Großes auf mich und euch zu:)



Ganz besonderer Dank geht hier an diejenigen die an dem Projekt mit mir inhaltlich zusammengearbeitet haben:


Blog: Alle Interview Partner, Heinke, Charlene & Indra

Map: Thais, Agathe, Heinke, Brini & Irina

Web-App: Moe, Tobias, Max, Kai & Chia Ching

Movie: Heinke, Alf, Dominik, Denise, Kai, David, Marie & Robert