Tag 122: 1/3 des Projekts ist schon geschafft, aber das war erst der Anfang


Als Hobby-Triathlet (ab und zu muss ich das einbauen) teile ich alles gerne durch drei und verwende hier mal eine Sport Metapher. Jeder Triathlet weiß, wenn man (die erste Disziplin) das Schwimmen abbrechen muss, hat man einfach einen falschen Tag erwischt, oder etwas ganz anderes stimmt nicht: Wille und Ausdauer sind beim Schwimmen selten das Problem, meistens sind es essentielle Dinge die nicht stimmen, wie der Magen, Krämpfe, man war vorher schon angeschlagen oder oder oder. Es gibt kein Material das schlapp machen kann, oder in meinem Fall ausgehen kann. Also, das Schwimmen ist schon mal geschafft. Das heißt, mein Wille ist da und ich habe keine größeren Probleme gehabt.


122 von 366 Tagen sind geschafft!!

War das schwer?


Jein. Corona hat es einfach gemacht. Die Versuchungen waren wegen dem Lock Down viel geringer als ich eingeschätzt hatte. Die Läden hatten die meiste Zeit zu und meine Aufträge waren weg, weswegen ich mir um Kleidung keine Gedanken machen musste, schließlich sah ich keine Kunden. Dinge nicht neu zu wollen war dagegen genauso schwer, wie vermutet.


Also aus den Augen, aus dem Sinn?


Nein, genau das wollte ich ja nicht machen. Dingen einfach aus dem Weg zu gehen ist dann, wie eine Diät halten: wenn man der Schokolade aus dem Weg oder nicht einkaufen geht, ist es leicht, nein zu sagen. Aber wenn man die Schokolade zu Hause hat, muss man widerstehen können. Momentan trainiere ich, stark zu werden und bewusst zu widerstehen. D.h. ich habe für 2020 keinen Newsletter abgemeldet. Ich erhalte von Adidas bis Zalando Newsletter zu jedem Buchstaben im Alphabet. Und immer, wenn ich etwas gut finde, überlege ich jetzt: wo kann ich etwas Äquivalentes bekommen, von jemandem, der es nicht mehr braucht? Ich gehe jetzt vermehrt zu Second Hand Läden und das ist nicht immer billiger als neue Ware, genau wie das Mieten. Morgen auf Instagram gibt es übrigens meine STAY AWHILE Bestellung zu sehen.


Ebay ist immer noch geil und immer noch ganz schön nervig


Ich muss ja sagen, dass ich ganz viel bei Ebay gesucht und auch fast alles gefunden habe. Aber ich vermisse die Vorzüge und den Service von Shops. Für das neue gebrauchte iPhone habe ich z.b. eine XouXou Handykette (wie nennt man das sonst) gesucht und da gibt es einfach nicht viel Auswahl. Dabei musste ich an das denken, was mir Sophie im Interview gesagt hat: Schönheit, oder was mir gefällt, ist relativ. Das ändert sich ja dauernd, also wähle ich immer das Nachhaltigste, meist das, was schon da ist. Dadurch ist es auf Dauer auch irgendwie das Schönste für mich, auch wenn ich in dem Moment das andere schöner finde. Außerdem habe auch bei Lyght Living viel für das Wohnzimmer der Wohnung meines Freundes gekauft, das aus der Vermietung kommt. Der wunderschöne Tisch, wahrscheinlich aus einer Airbnb-Wohnung, hat kreisrunde, helle Stellen. Ich denke es lagen wohl Tischsets darauf und der Tisch ist durch die Sonne nachgedunkelt. Vielleicht dunkeln die Stellen jetzt auch noch nach und dann sieht man nichts mehr. Auch die paar Kratzer an der Tischkante stören mich nicht, das nimmt mir eher die Angst davor, selbst den ersten einzumachen. Das fertige Wohnzimmer zeige ich euch, sobald es steht, bei Instagram und im Wochenbericht, in seiner ganzen Schönheit und mit all seinen Makeln.




Und jetzt kommt der Sommer und das ‘Neue’ Office!


Ganz klar, als ich das Projekt im Januar gestartet habe, hatte ich keine Ahnung, dass ich mit meinen Regeln einen Laden/ Büro bzw. ein Café umbauen müsste. Das wird eine spannende Zeit, in der ich wahrscheinlich weniger Artikel und mehr Stories posten werde.



Aber jetzt gehts auf zur zweiten Disziplin: das Rad. Für mich die härteste Disziplin. Da gibt es nämlich Zuschauer und man realisiert eher, wer an einem vorbeizieht. Es gibt Berge und man braucht Verpflegung. Im Wasser konnte man sich ganz gut verstecken, vor allem weil wegen Corona alle zuhause waren. Aber jetzt heißt es Profil zeigen und Leute finden, die einen supporten:)



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