Wo bekommt ein Second Hand Store seine Sachen her?

Aktualisiert: Juni 30

Nach aktuellen Prognosen soll der Handel mit Secondhand Kleidung in 10 Jahren die Fast-Fashion Industrie in Umsatzgröße eingeholt haben. Läden, Filialisten und Online-Shops die mit gebrauchter Kleidung handeln, öffnen fast täglich. Aber woher bekommen die Läden eigentlich ihre Ware? Dieser frage bin ich in diesem Artikel für euch auf den Grund gegangen.


Es gibt hauptsächlich vier Möglichkeiten für einen Secondhand Stores Waren zu beschaffen: Kommissionsmodell, Direktankauf, Kleiderspenden oder Zwischenhändler (Wholesale)



Kommissionsmodell bei Secondhand


Bei diesem Modell nehmen Secondhand Läden Waren von privaten Personen in ‘Kommission’ und verkaufen diese an ihre Kunden. So ähnlich wie es der Concierge-Service online macht. Die Ware bleibt meist mehrere Wochen im Sortiment und der Laden erhält vom Verkaufserlös einen Anteil (um die 30-60%). Wenn ein Teil nicht verkauft wird, kann der Kunde es wieder abholen oder oft auch spenden. Diese Läden sind meist sehr gut sortiert und nicht vollgestopft. Man findet viele gut kuratierte Läden je nach Geschmack: von Designerkleidung über Modern Classics bis zu Berlin Hipster. Beispiele: Aschenputtel, Collect oder The Good Store.


Direktankauf von privaten Leuten


Viele Secondhand Läden, vor allem die Vintage-Läden, kaufen auch immer noch direkt an. Dort kann man seine eigenen Schätze aus vergangenen Tagen dem Eigentümer, Einkäufer oder Manager zum Kauf anbieten. Beispiel: Lena Loves Vintage.


Kleiderspenden über Textilsortierer


Es gibt Läden, die erhalten ihre Ware direkt aus den Altkleider-Sortieranlagen (blogpost hierzu folgt bald). Manche Läden gehören sogar dem gleichen Unternehmen an, wie die Sortieranlagen (z.B. Humana). Oft sind diese Läden sehr voll und unübersichtlich, da alles gemischt ist. Mittlerweile laufen die Bemühungen diese besser zu sortieren. Beispiel: Pick And Weight.


Zwischenhändler (Altkleider Whole-Sale)


Manchen Läden beziehen ihre Waren von Händlern und wissen zum Teil selbst nicht, woher ihre Waren stammen. Diese Zwischenhändler haben unterschiedliche Strategien an Ware zu kommen. Zum Beispiel pilgern sie über Flohmärkte und kaufen das Beste direkt morgens gezielt auf oder andere beziehen die Waren aus dem Ausland wie Amerika und Italien. Je nachdem was der Store braucht, findet man Händler, die das besorgen können. Beispiel: Fräulein Kleidsam.


Manche Läden mischen auch die Beschaffungsstrategien. Z.B. findet man häufig Läden die Kommission und Direktankauf zugleich, aber für verschiedene Produktkategorien machen. So kauft der Laden Collect z.B. die Kindersachen direkt an und nimmt die Damenmode in Kommission.


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