Vino-Kilo; das ist Musik-Event, Mode zum Kilopreis und Wein – Ein etwas anderes Secondhand-Konzept

Aktualisiert: Okt 28

Vino-Kilo ist ein 2016 gegründetes Start-up, das auf Pop-up Events in ganz Europa Vintage Kleidung zum Kilopreis verkauft. Hierbei spricht das Unternehmen junge, modische und Umweltbewusste Menschen an, die nicht in muffigen Second-Handstores oder Frlohmärkten einkaufen wollen. Für sie organisiert Vino-Kilo Pop-Up Events und betreibt mittlerweile auch einen Online-Shop, in denen gut erhaltene, Marken- oder NoName-Einzelstücke zum Kilopreis verkauft werden.


Wie funktioniert Vino-Kilo genau?


Im Gegensatz zu anderen Secondhand Konzepten kommt Vino-Kilo ohne permanenten angemieteten Laden aus. Vino-Kilo setzt auf Verkauf-Events die eher kleinen Parties, Konzert-Touren oder Ausstellungen gleichen. Wie eine Partyreihe kündigen sie ihre Verkauf-Events per anhand per Veranstaltungskalender auf ihrer Webseite und auf den Social Media Kanälen an. Für die Events kann man sich sogar Tickets holen, die aber nicht verpflichtend sind. Alle Termine findet ihr hier. Die Pop-Up Events finden in unterschiedlichen Städten in ganz Europa statt, bei entsprechendem Wetter im Freien oder auch in großen Hallen. Im Unterschied zu den sonstigen Stückpreisen wird die Kleidung am Ende des Einkaufs gewogen und für meist 40€ pro Kilo verkauft. Also eigentlich genauso wie der Einkauf von Alttextilien funktioniert.


Man kauft sortierte Altkleider nach Qualität 'Creme' per Kilo ein, legt es auf Tische und lässt die Kunden raussuchen was ihnen gefällt und verkauft es im Kilo weiter. Das erspart das auspreisen nach Einzelstücken und damit eine ganze Menge Arbeit für das Vino-Kilo-Team.

Man findet bei Vino-Kilo hauptsächlich Vintage-Kleidung und Accessoires aus den 60ern-90ern.

Bei entspannter Atmosphäre mit Live-Musik, Kaffee, kalten Getränken und vor allem Wein, präsentiert Vino-Kilo damit eine neue Art von Einkaufen - abseits von Stress und Massenkonsum aber sehr ähnlich zu dem SEOX-Konzept Pick & Weight. (hierzu werde ich später nochmal etwas schreiben)


Vinokilo Event – Quelle: Sumup

Woher stammt die Kleidung?


Die Kleidung kommt aus Altkleiderhallen / con Altkleidersortierungen aus ganz Europa, in denen hauptsächlich Kleidung als Altkleidercontainern gelagert wird. Die Ware wird kuratiert, auf Mängel überprüft und anschließend gereinigt, bevor sie in den Verkauf genommen wird.


Seit wann gibt es Vino-Kilo?


Vino-Kilo wurde 2016 von dem damals 26-Jährigen Robin Balser gegründet. Während seines Studiums in Groningen organisierte er bereits Kleidertauschevents auf etwa 100 qm Fläche. Nach kurzfristiger Kündigung des Vermieters war es notwendig, die Kleidung schnellstmöglich Abzuverkaufen und damit kam die Idee, Vintage-Kleidung zum Kilopreis zu verkaufen. Später entstand daraus das Konzept, große Pop-Up Events zu organisieren, um der Umwelt, sowie dem Geldbeutel der Käufer etwas Gutes zu tun.


Robin Balser, Gründer und CEO von Vino-Kilo – Quelle: SumUp
“Ich finde, dass die Wertschätzung der Kleidung der wichtigste Ansatz ist. Kleidung wird heutzutage teilweise unter schlechten Arbeitsbedingungen und mit einem hohen Ressourcenaufwand hergestellt. Wenn man sich damit auseinandersetzt, wird einem bewusst, wieso man zumindest achtsamer einkaufen sollte.”

Wie groß ist Vino-Kilo heute?


Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile mehr als 100 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in Mainz.

Bis heute veranstaltete das unternehmen 317 Pop-Up Events unter anderem in Italien, Luxemburg, Österreich und Deutschland. Nach eigenen Aussagen konnten daher 217.500 Kilos an Kleidung verkauft, 3,9+ Tonnen an CO2 Emissionen, 522,653 m3 Wasser und 30,044,800 Megajoule an Energie eingespart werden.


Quellen:

https://www.stern.de/neon/feierabend/style/secondhand-mode-zum-kilopreis--vinokilo-will-secondhandmode-hip-machen-8658270.html

https://sumup.de/blog/vinokilo-kleidung-nachhaltig-kaufen/

https://vinokilo.com/de