Sellpy Erfahrungsbericht – So funktioniert es für mich!

Ich habe mir als Ziel gesetzt, die verschiedenen Secondhand-Plattformen nach und nach zu testen und euch zu berichten, welche Erfahrungen ich so damit mache. Ich versuche möglichst objektiv zu sein, denn wenn etwas bei mir nicht optimal läuft, muss es bei euch am Ende nicht auch nicht optimal laufen.


Falls ihr nicht wisst was Sellpy ist, findet ihr hier das Unternehmensprofil.

Und falls ihr wissen wollt, wie sich das Sellpy Team derzeit in Deutschland aufstellet, dazu habe ich für euch ein ein Interview mit der Deutschland Chefin geführt. Das findet ihr hier.



Erfahrungen VERKAUF


Das Einsenden:


Als Erstes bestellt man sich eine Sellpy Tasche. Hier kann man bis zu drei wählen. Die sind ziemlich groß und ich habe am Ende 22 Artikel in einer Tasche untergebracht. Tatsächlich muss ich aber sagen, dass es mir, als ich alle Artikel auf einen Haufen gelegt habe, komisch vorkam, alles einfach so in eine Tasche zu legen. Deswegen habe ich erst alles in einen Karton gepackt und dann in die Tasche. Bei jeder großen blauen Tasche kommt auch eine grüne 'Spendentasche' mit. Dort kann man Dinge, die man spenden und sich die 1 Euro Kosten für das Einstellen bei Sellpy sparen will, hineingeben.


So sah das dann bei mir aus:

In meinem Paket befanden sich insgesamt 21 Artikel, die ich hier für euch nochmal aufgelistet habe und in den nächsten Woche aktualisieren werde:

  • G star Jacket Herren

  • Karen Millen Kleid (neu)

  • Selected Blazer Damen

  • Clarks Sandalen Damen

  • Skretch Karte

  • Staub Auflaufform ( verkauft 13,50 € – für mich 5 €) verkauft in Woche 3

  • Salomon Schuhe Damen ( verkauft 30 € – für mich 11,60 €)verkauft in Woche 3

  • Tiger of Sweden Kleid (verkauft 33,5 € – für mich 13,00 €) verkauft in Woche 1

  • Selected Jeans Herren

  • Selected Hemd Herren (habe ich zurückschicken lassen)

  • Unisa Pumps (habe ich zurückschicken lassen)

  • Minimum Rock

  • O'Neill Rucksack (neu)

  • Royal Republiq Boots

  • Ankle Cuff

  • H&M Victore & Rolf Pulli

  • Cos Hemd Herren


Das Einstellen:


Ich habe ca. 5 Tage nach dem Einsenden eine Email erhalten zu meinem eigenen Sellpy-Shop. Dort konnte ich alle Artikelpreise nochmal anpassen und dann Live stellen. Nach 48 Stunden wären sie automatisch mit den von Sellpy vorgeschlagenen Preisen Online gewesen.



In meinem Kopf sind, als ich die Preise angepasst habe, zwei Dinge abgelaufen. Einmal hatte ich den Preis im Kopf bei dem ich denke, welchen Wert der Artikel noch hat und einmal den, den ich dann noch dafür erhalte (40%). Bei allen Sachen die man über 50 Euro verkauft, bekommt man von dem Teil, der über 50 Euro verkauft wird, dann 90%. Bei meinen Artikeln habe ich aber nichts über 50% bewertet, deswegen wäre die Auszahlung bei allen Dingen sehr gering. Auch die Bilder fand ich zwar ok, aber ich finde die, die ich für die Marktplätze zu Hause mache, etwas besser, da die Farben besser zu erkennen sind. Auch fotografiere ich bei den Artikeln die Dinge, die interessant sind, z.B. Details wie Sohlen und Absätze bei Schuhen. Bei Sellpy kann man zwar neue Bilder beantragen, aber ich weiß nicht, ob sie dann mehr sind oder detaillierter werden. Ihr set up ist ja das gleiche wie davor.




Als ich das so gesehen habe, ist mir klar geworden, dass ich einige Teile lieber doch nicht eingeschickt hätte, wie das neue COS Kleid oder den O'Neill Rucksack. Da zahle ich, wenn es verkauft wird, je über 20 Euro für den Verkauf. Bei den Schuhen für 10 Euro eben nur 6 Euro. Ich habe wirklich in Erwägung gezogen, mir die 'wertigen' Sachen wieder zurück schicken zu lassen, aber andererseits ist es ein Test und ich möchte ja sehen, wie tief die Preise fallen. Normal wäre ich beunruhigt, ob Sellpy schon genug 'traffic', also Käufer, auf der Sellpy Seite hat, aber ich wusste, dass die Artikel auch bei Ebay sind - und da gibt es wirklich genug 'Traffic'. Hier gehts übrigens zu meinem Shop. Derzeit habe ich erst drei Artikel verkauft.



CONTRA:

Da ich bei momox-fashion ca. 10 Euro für COS Kleider pauschal bekomme, heißt das, dass wenn das COS-Kleid unter 25 Euro bei Sellpy verkauft wird, hätte ich doch lieber einen Festpreisverkauf vorziehen sollen.


PRO:

Um ein Maximum aus allem zu bekommen, müsste man aber bei allen Plattformen aktiv sein, was sehr mühsam ist. Bei Sellpy hat man den Vorteil, dass man wirklich alles einsenden kann und man sich um nichts mehr kümmern muss. Andere Plattformen machen entweder viel Arbeit (Marktplatz) oder kaufen nicht alles an (ReCommerce-Unternehmen).






Erfahrungen KAUF


Nachdem ich zum Recherchieren soviel auf der Plattform war, habe ich mir natürlich das Sortiment angeschaut und einige Dinge gefunden, die mir gut gefallen. Jedes Produkt kann man auf die Favouritenliste setzten, wie bei anderen Online-Shops auch. Das besondere bei Sellpy ist nur, dass der Preis sich ja um jede Woche verringert.


Ohne um den heißen Brei zu schreiben, Sellpy ist für mich in den letzten Wochen zu einer Plattform geworden, bei dem mein Schnäppchen-Gen enorm getriggert wird.


1. Wenn man etwas will und es wirklich gut gefällt, muss man es gleich kaufen. Ich hatte ein super schönes Paar Schuhe für einen echt guten Preis gesehen und wollte noch auf etwas warten und dann war es weg! Und wenn man ist wie ich, dann denkt man noch lange daran.


2. Wenn man etwas nettes sieht, was man aber nicht unbedingt haben muss, dann kann man einfach warten, bis der Preis ziemlich gering ist und dann zuschlagen. Während ich diese Zeilen geschrieben habe, habe ich auch noch etwas bestellt.


Auf bis zu 70 Euro Bestellwert kommen 6.95 Euro Porto dazu. Was mich nur wirklich stört ist, dass die Teile ja immer einzeln geschickt werden, wenn ich so häufig kaufe bzw. kaufen muss. Über dieses Thema wollte ich unbedingt mit Alexandra in meinem Interview reden. Dieses findet ihr übrigens hier (link).



CONTRA:

Leider wird einem, wenn man etwas kauft, aber es an verschiedene Tagen ausläuft, alles einzeln geschickt. Super fände ich es nämlich, wenn ich Dinge zwar kaufen und zahlen könnte, aber selbst entscheiden kann, wann ich genug in meinem 'Warenkorb' habe und er mir komplett zugeschickt wird. Vielleicht bin ich da aber auch ein Einzelfall, das Konzept verleitet mich nur dazu, beim niedrigsten Preis zuzuschlagen und da die Artikel nicht alle gleichzeitig meinem Wunschpreis entsprechen, kaufe ich bei Sellpy häufig. Verglichen mit Ebay, wo die Artikel alle von verschiedenen Standorten geschickt werden, ist es für die Umwelt aber wohl das Gleiche. Nur wenn man weiß, dass sie aus einem gemeinsamen Lager kommen, fühlt es sich eben anders an.


PRO:

Man kann viele Schnäppchen machen und die Produkte werden nicht weggeworfen und weiter verwendet.




Fazit zu meinem Sellpy-Test


Ich werde dort in Zukunft wohl viel kaufen, aber eher nicht verkaufen. Derzeit habe ich noch zuviel Freude, vor allem wegen diesem Blog hier, die Sachen selber auf Marktplätzen einzustellen und mit den Käufern in Kontakt zu kommen. Und - ach ja, 90% des Verkaufserlöses einzustecken. Denn meine Bilder von den Produkten finde ich auch besser:)

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